Gemeinsam mit der Klasse 7.1 der Markgrafen-Gemeinschaftsschule entstanden vier weitere Lebensräume für Zauneidechsen

Nach den ersten beiden erfolgreichen Projekttagen im Frühjahr ging es auf der Projektfläche des künftigen Bürger.Solarpark Kraichtal in die nächste Runde: Schülerinnen und Schüler der Klasse 7.1 der Markgrafen-Gemeinschaftsschule Kraichtal legten Ende Juli gemeinsam mit der BEG Kraichgau, der Stadt Kraichtal und dem NABU Kraichtal vier weitere Lebensräume für Zauneidechsen an. Damit gibt es auf der Fläche nun insgesamt zehn Eidechsenhabitate.

Bereits im April hatten die Klassen 8.1 und 8.2 an zwei Projekttagen sechs Habitate auf der Fläche angelegt. Für die artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen des geplanten Bürger.Solarparks kamen nun vier weitere hinzu.

Wie bereits bei den ersten Projekttagen war Bürgermeister Tobias Borho wieder mit vor Ort und dankte der Gruppe Gruppe persönlich für die tatkräftige Unterstützung.

Erst verstehen, dann anpacken

Bevor es an die praktische Arbeit ging, stand zunächst ein gemeinsamer Unterrichtsbesuch auf dem Programm. Sarah von Keudell und Angelika Kraus von der BEG Kraichgau, Sarah Ohlig und Nadja Burkhardt von der Stadt Kraichtal sowie Walter Batzler vom NABU Kraichtal gaben den Schülerinnen und Schülern Einblicke in unterschiedliche Aspekte des Projekts.

Dabei ging es unter anderem darum,

  • wie der Bürger.Solarpark Kraichtal als gemeinsames Projekt von Stadt und BEG Kraichgau entsteht,
  • wie Energiegenossenschaften funktionieren und wie Bürgerinnen und Bürger die Energiewende vor Ort mitgestalten können,
  • welche Klimaschutzmaßnahmen die Stadt Kraichtal in der Kommune und am Schulstandort in Münzesheim umsetzt und
  • warum lokaler Natur- und Artenschutz wichtig ist und welche besonderen Anforderungen die Zauneidechse an ihren Lebensraum stellt.

So konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur erfahren, warum die Habitate benötigt werden, sondern auch, wie Klimaschutz, Energiewende und Artenschutz bei einem solchen Projekt zusammenspielen.

Vier weitere Lebensräume für die Zauneidechse

Am folgenden Projekttag wurde aus der Theorie Praxis: Mit viel Einsatz und Teamarbeit verteilten und verbauten die Schülerinnen und Schüler Sand, Kies und Natursteine und gestalteten daraus vier weitere Habitate. Die unterschiedlichen Materialien schaffen künftig Sonnenplätze sowie Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeiten für die geschützten Zauneidechsen.

Für die insgesamt zehn Habitate, die während der drei Projekttage entstanden sind, stellte die BEG Kraichgau rund 25 Tonnen Wasserbausteine und 52 Tonnen weiteres Gesteinsmaterial bereit. Unterstützung kam auch vom Bauhof der Stadt Kraichtal. Die Mitarbeitenden hatten bereits im Vorfeld die notwendigen Gruben ausgehoben und das Material direkt zu den einzelnen Habitatstandorten transportiert. So konnten sich die Schülerinnen und Schüler vor Ort ganz auf den Aufbau der Lebensräume konzentrieren.

Artenschutz mit fachlicher Begleitung

Geplant und umgesetzt wurde die Maßnahme gemeinsam von der BEG Kraichgau, der Stadt Kraichtal und dem NABU Kraichtal. Der NABU begleitete die Anlage der Habitate mit seiner fachlichen Expertise und unterstützte dabei, die Anforderungen des Artenschutzes fachgerecht umzusetzen. 

Ein großes Dankeschön geht an die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte, den NABU Kraichtal, die Stadt Kraichtal und das Team des städtischen Bauhofs für die tatkräftige Unterstützung.

Die drei Projekttage zeigen, was entstehen kann, wenn viele gemeinsam an einem Ziel arbeiten: Auf der Fläche des künftigen Bürger.Solarparks gibt es nun insgesamt zehn neue Lebensräume für die Zauneidechse – und gleichzeitig konnten junge Menschen Energiewende und Artenschutz ganz praktisch vor Ort erleben.

Bürgerenergie in Kraichtal mitgestalten

Auch Bürgerinnen und Bürger können sich an der Energiewende in Kraichtal beteiligen. Über die BEG Kraichgau besteht die Möglichkeit, in Photovoltaikprojekte vor Ort zu investieren – darunter der geplante Bürger.Solarpark Kraichtal sowie bereits realisierte und weitere geplante Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern.